Industrie

DER Ausblick - Industrie 4.0, Zukunft und Beschäftigung

Industrie 4.0 und andere Technologien – wer diskutiert in diesem Landtagswahlkampf die Zukunft???

Eines ist sicher: die digitale Revolution nimmt ihren Lauf. Die Fortentwicklung der Menschheit ist in vollem Gange. Was einmal die Eisenbahn war, sind heute Datenautobahnen, Automatisierung, Robotik, künstliche Intelligenz sowie das weite Feld der Bionik.

Ob aus Fortentwicklung auch Fortschritt wird, haben die Menschen noch selbst in der Hand. Vieles erinnert an Science-Fiction früherer Jahrzehnte. Geht es dabei noch um den Mensch? Steht der Mensch noch im Mittelpunkt? Wird jeder von der Fortentwicklung partizipieren? Wird jeder noch seinen Platz in der Gesellschaft finden? Wohin geht eigentlich die Reise? Sind wir irgendwann tatsächlich (fast) alle Wissenschaftler statt Verwalter, Vertriebler, Jurist oder Kaufmann?

Keiner der in der Politik tätig ist, wird diese Entwicklungen stoppen.

Was Politik aber tun sollte, ist eine Mitnahme der Menschen. Doch genau das  ist für uns nicht erkennbar in diesem Wahlkampf der angeblich chancenreichen Parteien zur Landtagswahl im Saarland.

Hören Sie was darüber?

Diskussion um die Zukunft? um die Sorgen der Menschen? Verständnis dafür? Problemlösung? Vorbereitung?

Kenntnis nehmen sollte man:

  • Industrie 4.0 und andere obige Technologien haben Chancen. Sie zu verdammen ist der   falsche Weg.
  • Dass der heutige technologische Standard unserer Gesellschaft der ist, der er heute ist, ist ein Verdienst der Menschen. Alle haben in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft daran mitgewirkt. Es sollte somit auch keiner hinten runter fallen.
  • Mit zunehmender Entwicklung der beschriebenen Technologien werden die Brüche in den Lebensbiografien der Menschen zunehmen. Schule – Ausbildung- Beruf – Rente ist dann zu Ende.
  • Die Rufe nach einem bedingungslosen Grundeinkommen nehmen derzeit erstaunlicherweise aus der Wirtschaft zu. Eine einfache Stillhalteprämie a la Hartz IV ist der falsche Weg. Das bedingungslose Grundeinkommen als Opium fürs abgehängte Volk wäre eine Katastrophe.

und leider auch:

  • Blick auf das derzeitige Bildungswesen, sagen wir Bildungswesen  1.0: lehrt die Schule für das Leben? Sind Fächer und Lehrpläne entrümpelt, modernisiert und angepasst?eher nein!!!
  • Blick auf das Sozialwesen. Hartz IV. Das größte Problem der Menschen ist gar nicht mal primär die niedrige Entlohnung. Das größte Problem ist: fehlende Struktur im Tag, fehlende Teilhabe an der Gesellschaft, fehlendes Gebrauchtwerden im arbeitsteiligen Prozess.

Was ist nach Auffassung der Familien-Partei nötig? Welche politischen Anreize müssten gesetzt werden?

  • Industrie 4.0 bedingt ein Bildungswesen 2.0 : ein staatliches Bildungswesen für eine Generation 40 + müsste sich etablieren. Auf Schule - Ausbildung - Beruf sollte Neuorientierung - Ausbildung -  Beruf folgen.
  • Diese zweite Ausbildungszeit sollte durch ein Grundeinkommen abgesichert sein.
  • Es bedarf einer Unternehmenssteuerreform, die den Mensch im Blick hat: eine humanorientierte Steuerreform. Diese sollte also entweder Beschäftigung honorieren oder den Einsatz von Automatisierung besteuern.
  • Einsetzen einer Ethik-Kommission als Stabsstelle im Wirtschaftsministerium.

Das Risiko, dass große Teile unserer Mittelschicht wegbrechen, ist zu groß als dass ein „Weiter so“ die korrekte Handlungsmaxime wäre.
Industrie 4.0 – Es ist Zeit zu Handeln – Es ist Zeit die Zukunft zu gestalten – Es ist Zeit Sorgen und Ängste zu moderieren und in eine Zukunft zu kanalisieren.